FAQs - Häufig gestellte Fragen

Hier haben wir für Sie einige Antworten zu Fragen zusammengeschrieben, die im Zusammenhang mit den Themen Erziehung, Schule, Unterricht etc. interessant sind.

  1. Bekommt mein Kind für den häuslichen Unterricht Schulbücher?
  2. Ist mein Kind reif für den Schuleintritt?
  3. Wie erkenne ich Lernschwächen bei meinem Kind?

 

1. Bekommt mein Kind für den häuslichen Unterricht Schulbücher?

Jedes Kind, das in Österreich schulpflichtig ist, hat Anrecht auf seine eigenen Schulbücher im Rahmen der Schulbuchaktion, die vom Bundesministerium für Unterricht jährlich angeboten wird. Die derzeitige rechtliche Lage sieht vor, dass man sich rechtzeitig (das ist bis Ende Februar, um die Schulbücher vor Schuljahresbeginn im September zu erhalten) entweder an die Sprengelschule oder an die Prüfungsschule wendet und angibt, welche Bücher man für sein Kind bestellen möchte. Der Selbstbehalt, der für die Schulbücher bezahlt werden muss, liegt derzeit bei Euro 3,70. Falls die Entscheidung zum häuslichen Unterricht erst nach Ende Februar getroffen wird, kann bis Ende September eine Schulbuchnachbestellung vorgenommen werden. Allerdings erhält man die Schulbücher dann erst Mitte Oktober.

Nähere Infos dazu gibt es auf folgender Website: www.schulbuchaktion.at

Zitat von dieser Website:
"Anspruch auf die Sachleistung "Schulbuchaktion" haben alle ordentlichen Schülerinnen und Schüler, die eine öffentliche oder mit dem Öffentlichkeitsrecht ausgestattete Pflichtschule, mittlere oder höhere Schule in Österreich besuchen oder die allgemeine Schulpflicht an einer Privatschule oder in häuslichem Unterricht erfüllen."

 

2. Ist mein Kind reif für den Schuleintritt?

Jedes Kind, das sich dauernd in Österreich aufhält (Meldebestätigung) und bis zum 31. August das 6. Lebensjahr vollendet, ist zum 1. September desselben Jahres schulpflichtig. Bei der Schuleinschreibung in der Sprengelschule (im Februar oder März) wird die Schulreife festgestellt. Meistens werden die Kinder für schulreif befunden. Die neue Regelung der Schuleingangsphase sieht vor, dass Kinder in den ersten Monaten nach Schuleintritt besonders beobachtet und, falls notwendig, in die Vorschulstufe rückgestuft werden.

Was sollte man tun, wenn die Eltern aber den Eindruck gewinnen, dass ihr Kind noch nicht richtig schulreif ist?
Am besten ist es, ein Gespräch mit dem zuständigen Bezirksschulinspektor zu führen. Dieser ist zuständig für die Rückstellung von Kindern im häuslichen Unterricht. Es kann jedoch sein, dass der Bezirksschulinspektor die Eltern an den Direktor der Sprengelschule und dessen Schularzt verweist. Erfolgt eine Rückstellung, muss keine Prüfung über die Vorschulstufe abgelegt werden. Solch eine Rückstellung kann - wie in einer Regelschule - auch während des Jahres (am besten bis Ostern) erfolgen.

 

3. Wie erkenne ich Lernschwächen bei meinem Kind?

Was sollte man tun, wenn den Eltern vorkommt, dass ihr Kind Schwierigkeiten in manchen Lernbereichen hat? Meistens haben Eltern zu schnell den Eindruck, dass ihr Kind "zu langsam" lernt. Das kommt daher, weil Eltern im Unterschied zu Lehrer/innen die Vergleichsmöglichkeit zwischen mehreren Kindern gleichen Alters fehlt. Für Erwachsene erscheint der Volksschullernstoff eben sehr trivial und "einfach". Kinder haben jedoch in den ersten Monaten sehr viel Neues zu erlernen. Besteht jedoch wirklich Grund zur Sorge, sollte mit dem Erziehungssekretär der österreichischen Union Kontakt aufgenommen werden. Er wird die Eltern dann an entsprechende Stellen und Personen verweisen, die weiterhelfen können.