Häuslicher Unterricht

In vielen Fällen, in denen eine Gemeindeschule zu weit entfernt oder überhaupt nicht vorhanden ist, verlegen Eltern sich auf den häuslichen Unterricht, wenn sie ihre Kinder nicht auf die öffentliche Schule schicken wollen. Für manche wird der häusliche Unterricht sogar zur Schulform der ersten Wahl, zumindest im Volksschulbereich.

Welcher Nachweis fachlicher Kenntnisse wird verlangt, damit man häuslichen Unterricht geben darf? Keiner. Die Prüfung am Ende des Schuljahres entscheidet, ob der Unterrichtserfolg gegeben ist.

Bedeutet das, daß jeder einfach frisch drauf los häuslichen Unterricht machen kann und soll? Aus Erfahrung soll gleichzeitig dazu ermutigt und davor gewarnt werden. Im Prinzip sind jede Mutter und jeder Vater fähig, zumindest im Volksschulbereich häuslichen Unterricht zu geben. Doch muß auch das notwendige Umfeld gegeben sein. Wenn körperliche und seelische Kraft nicht gegeben sind, ist davon abzuraten, da der Gewinn des häuslichen Unterrichts durch eine entgleisende Familiensituation wieder aufgehoben oder gar in sein Gegenteil verkehrt wird. Es ist dann besser, sich die Unterstützung und Hilfe anderer zu sichern.

Wenn jedoch keine Einschränkungen dieser oder ähnlicher Art zu befürchten sind, ist der häusliche Unterricht als Schulform bestens dazu geeignet, die Verbindung zwischen Eltern und Kindern zu stärken. Man lebt intensiver miteinander. Der Erfolg für die Kinder ist schnell sichtbar: Sie erreichen in weniger Zeit mehr, ihre Entwicklung verläuft individueller und ihren eigenen Bedürfnissen angepaßter. Eltern fördern auf diese Weise ihre Kinder in der bestmöglichen Form.